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Sehenswertes in der Stadt Luxemburg

Bis heute können zahlreiche Überreste der Festung Luxemburg besichtigt werden, unter anderem Bock-Kasematten, Petrusse-Kasematten, Bockfelsen, Chemin de la Corniche, Rham-Plateau, Heiliggeist-Zitadelle, Spanische Türmchen, Drei Türme, Vauban-Türme, Fort Thüngen, Wenzelsmauer, Hohler Zahn, Reduit Lambert, Archäologische Krypta, Bastion Beck oder Plateau Bourbon. Im Jahr 1994 wurden diese Festungsreste und die Altstadt Luxemburgs in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen.

Das »Palais Grand Ducal« mit seiner Renaissancefassade ist das erste Stadthaus, seit 1856 Tagungsort des Luxemburger Parlaments »Chambre des Députés« (Abgeordnetenkammer) und seit 1890 Stadtresidenz der Großherzoglichen Familie.

Der Gebäudekomplex, dessen älteste Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen, war zuvor mehr als 500 Jahre lang Rathaus der Stadt und nach 1815 sogar Regierungssitz. Im Innern des Palais‹ kommt das Monarchische eher vornehm-zurückhaltend als prunkvoll-protzig daher.

Einige der Foyers, Säle und Salons mit ihren kunstvollen Stuckdecken, Möbeln, Gobelins und Gemälden können während der Sommermonate auch besichtigt werden. Sofern der »grand-duc« (Großherzog) anwesend ist, ist die Nationalflagge gehisst und die bewaffnete Palastwache paradiert mit zwei statt wie sonst üblich mit einem Soldaten vor dem großen Haupttor.

Das bedeutendste religiöse Bauwerk ist die Kathedrale »Notre-Dame de Luxembourg« (auch Kathedrale unserer Lieben Frau genannt). Die spätgotische Bischofskirche des Erzbistums Luxemburg wurde 1613–1617 durch die Jesuiten errichtet und 1870 zur Kathedrale erhoben. In ihr wird jedes Jahr die Muttergottesoktav gefeiert, eine Wallfahrt zu Ehren der Mutter Gottes, der Schutzpatronin der Stadt Luxemburg.

Weitere religiöse Stätten sind die »Herz-Jesu-Kirche« (Sacré Coeur), die St.-Michael-Kirche, die St.-Johann-Kirche, die Quirinuskapelle, die Kongregations-kirche und der Liebfrauenfriedhof, auf welchem u.a. der »Hauptmann von Köpenick« (Friedrich Wilhelm Voigt * 13. Februar 1849 in Tilsit; † 3. Januar 1922 in Luxemburg) beigesetzt ist. Auf dessen Grabstein steht jedoch ein falsches Geburtsjahr, nämlich »1850« - geboren ist er aber am 1. Februar 1849.

In der Nähe der Stadt Luxemburg (bei Sandweiler) gibt es einen großen US-amerikanischen und einen großen deutschen Militärfriedhof mit Gräbern von 15.989 Soldaten, die während der Ardennenoffensive im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen.

Der amerikanische Militärfriedhof in Hamm besteht aus 5.076 Gräbern, die bogenförmig vor einer Gedenkkapelle aufgestellt sind. Auch der Befehlshaber der III. US-Armee, General George S. Patton, wurde auf seinen Wunsch hin dort bestattet.

Der deutsche Soldatenfriedhof in Sandweiler besteht aus 10.913 Gräbern. Der Friedhof war der erste nach dem Zweiten Weltkrieg, den der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge außerhalb Deutschlands anlegen konnte.

            

Europäisches Konferenz- und Kongresszentrum

Das Plateau Kirchberg ist der modernste Teil der Stadt Luxemburg. Hier befinden sich unter anderem die sehenswerten Gebäude des Europäischen Gerichtshofs, des Europäischen Rechnungshofs, der Europäischen Kommission, der Europäischen Investitionsbank und des Parlaments der Europäischen Union. Der Kirchberg wird daher auch als »Europaviertel« bezeichnet. Darüber hinaus befindet sich auf dem Kirchberg das Europäische Konferenz- und Kongresszentrum, die Philharmonie Luxembourg und die Messe »Luxexpo«. 

     

Sonstige Sehenswürdigkeiten:

  • »Gëlle Fra« (das wohl bekannteste Denkmal der Stadt) Abtei Neumünster
  • Stadtteil Grund mit dem »Tütensaal«
  • Hämmelches-Brunnen
  • Mahnmal der Luxemburger Solidarität (Kanounenhiwwel)
  • Grabmal des Hauptmanns von Köpenick
  • Neue Synagoge
  • Cité Judiciaire auf dem Heilig-Geist-Plateau

     

Brücken

Sehr charakteristisch für die Stadt Luxemburg sind ihre großen Brücken über tiefe, enge Täler. Sie verbinden die verschiedenen Plateaus, aus denen die Stadt besteht:

Die Passerelle  (auch »Alte Brücke« genannt), überquert das Petruss-Tal in einer Höhe von 45 Metern und besteht aus 24 Bögen mit Spannweiten von 8 und 15 Metern. Die Brückenpfeiler sind bis zu 30 Meter hoch und die Gesamtlänge der Brücke beträgt rund 290 Meter.

Die Brücke Grande-Duchesse Charlotte (auch »Rote Brücke« genannt), verbindet das Stadtzentrum mit dem Europaviertel auf dem Kirchberg-Plateau. Die Brücke verläuft in 74 Metern Höhe über der Alzette. Die Länge beträgt 355 Meter bei einer Stützenweite von 234 Metern.

Die Adolphe-Brücke (auch »Neue Brücke« genannt), verbindet Altstadt und Festung mit dem Bahnhofsquartier und wurde in den Jahren 1900 bis 1903 errichtet. Das Ausland verfolgte den Bau der Adolphe-Brücke mit großem Interesse, da es sich bis dahin um die größte Steinbogenbrücke der Welt handelte. Der große Doppelbogen, mit einer Spannweite von 85 Metern überquert das Petruss-Tal in einer Höhe von 42 Metern. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 153 Meter. 

        

Straßen und Plätze

  • Boulevard Royal
  • Hôtel de Ville, 
  • Place Guillaume II.
  • Avenue John Fitzgerald Kennedy

     

Die bekanntesten Plätze der Stadt sind:

Der »Place Guillaume II.« (im Volksmund auch »Knuedler« genannt)mit dem Reiterstandbild Wilhelms,

der Fischmarkt,

der Paradeplatz« Place d’Armes« (erbaut 1671, 1986 neu angelegt und im Sommer ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt) mit dem angrenzenden Stadt-Palais, sowie

der »Clairefontaine-Platz« im Regierungsviertel mit dem Denkmal der Großherzogin Charlotte.

Die Skulptur »La grande Tempérance« von Niki de Saint Phalle wurde von ihrem Betonsockel am Busbahnhof vor dem hauptstädtischen »Centre Hamilius« gehoben. 

         

Die bedeutendsten Strassen der Stadt sind:

Die »Avenue John Fitzgerald Kennedy« (aus Richtung Deutschland) und die »Route d’Arlon« (aus Richtung Belgien) sind gemeinsam mit den beiden südlich gelegenen Autobahnen 3 und 4 (aus Richtung Frankreich) die meist frequentierten Einfallstraßen in die Stadt.

Bedeutendste innerstädtische Straßen sind unter anderem der »Boulevard Royal« und die Prachtstraße »Avenue de la Liberté«, welche von der»Adolphe-Brücke« in südlicher Richtung bis zum Bahnhof führt.

Im Stadtzentrum wird der Verkehr aus Süden in Richtung Norden unter der Altstadt durch den Tunnel »René Conen« geleitet.

       

Im Bereich der Fussgängerzone liegen die oben genannten Plätze sowie außerdem unter anderem die Einkaufsstraßen:

  • »Groussgaass«,
  • »Grand-Rue«,
  • »Rue du Curé« und die
  • »Avenue Monterey«.

Gedränge herrscht in der Hauptstadt meist nur an Werktagen, insbesondere in den Monaten April, Juni, Oktober, wenn der EU-Ministerrat tagt, und während der Messen und Kongresse (im Mai und Juni sowie im September und im Oktober). 

      

»Proppevoll« ist die Stadt während der »Schobermesse«.

Die »Schobermesse« geht zurück auf den 20. Oktober 1340 – der heutige Staat Luxemburg existierte seinerzeit noch nicht einmal. »Johann von Luxemburg« (lux. »Jang de Blannen«, »Johann der Blinde«), König von Böhmen und Graf von Luxemburg, räumte der heutigen Hauptstadt damals das Privileg eines mehrere Tage andauernden Jahrmarkts zum Abschluss der Ernte und zur Kirchweih ein. 

Bauern aus der ganzen Region konnten dort ihr Vieh kaufen und verkaufen. Außerdem bekamen sie zusätzlich noch sieben Tage vor und sieben Tage nach der Abreise Schutzbegleitung (Geleit) von Soldaten gewährt.

Ursprünglich fand die »Schobermesse« – sie heißt schon seit 1340 so – am Kreuzungspunkt wichtiger Handelsstraßen auf dem Heilig-Geist-Plateau statt, wo sie Karawanen aus allen Himmelsrichtungen anlockte. 

Im Jahr 1610 zog der große Jahrmarkt schließlich vom Heilig-Geist-Plateau zum Limpertsberg um, wo er noch heute auf dem »Glacis-Feld« (französisch »Champ du Glacis«) unmittelbar in der Luxemburger Innenstadt stattfindet.

Traditionell wird die »Schueberfouer« jedes Jahr von einer Schafherde und deren Hirten eröffnet, welche mit einer Musikgruppe unter den Klängen des »Hämmelsmarsches« (Marsch der Hammel) durch die Hauptstadt ziehen. 

Der typische Schueberfouer-Imbiss ist »gebaackene Fesch« – Luxemburg ist bekannt für seinen großen Fischreichtum.

Mit rund zwei Millionen Besuchern ist die »Schueberfouer« eine der größten Rummelplätze Europas. Die Besucher kommen nicht nur aus Luxemburg, sondern auch aus dem angrenzenden Frankreich, aus Belgien oder aus Deutschland.        

Bis heute gibt es noch den sogenannten »Bauernmontag« (Schobermess-Montag). Er ist teilweise ein arbeitsfreier Tag in Luxemburg-Stadt.