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Die Mündung der Saar

Der Bereich der Saarmündung findet schon in der »Mosella« des Dichters und Staatsbeamten Decimus Magnus Ausonius (310–393 n. Chr.) im Jahre 367/368 n. Chr. Erwähnung.

Die »Mosella« ist  eine Lobpreisung der Mosel in 483 Versen, welche zu den berühmten Zeugnissen über das römische Germanien der Spätantike gehört.

Im Mittelalter wurde die Saarmündung in dem Begriff der sog. »Saarspitz« erstmals urkundlich genannt. In der jüngeren Vergangenheit nutzten die Konzer den Bereich noch als Schwimmbad.

In der Gegenwart stellte sich der Zusammenfluss von Mosel und Saar als gestalterisch nicht definiert dar, mit einer negativen Überprägung durch die dominierende verkehrliche Funktion von insgesamt drei Brücken über die Saar.

Ein dreieckiger Stein ist die einzige Reminiszenz an die Flussmündung. Das Kunstwerk an der Saarmündung ist ein Stein, der durch seine dreieckige Grundform in sich ruht. Die zur Flussmündung ausgerichtete vertieft eingearbeitete Silhouette ermöglicht es, in dem Stein zu sitzen oder zu stehen.

       

Die Saar

Die Saar (frz. la Sarre, lat. Saravus, lux. Sarr) ist ein Fluss in Frankreich (Lothringen, Elsass) und Deutschland (Saarland, Rheinland-Pfalz) und ist mit 235 Kilometern Fließstrecke der längste Zufluss der Mosel. Das Einzugsgebiet ist 7.431 Quadratkilometer groß.

Die aus ihren Quellflüssen »Rote Saar« und »Weiße Saar« entstehende Saar durchfließt zunächst auf rund 121 km Fließstrecke die französischen Regionen Lothringen und Elsass. Zwischen Saargemünd und Saarbrücken-Güdingen bildet der Fluss auf rund 11 km langer Strecke einen Teil der deutsch-französischen Grenze. Anschließend fließt die Saar auf 68 km Länge durch das nach ihr benannte Saarland bis Saarhölzbach, dann 31 km durch Rheinland-Pfalz bis Konz, wo sie von rechts in den Rhein-Nebenfluss Mosel mündet.

       

Geographie

Verlauf

Die Quellflüsse der Saar, die Rote Saar (la Sarre rouge) und die Weiße Saar (la Sarre blanche), entspringen am ›Donon‹ in den Vogesen, weniger als 1 km Luftlinie voneinander entfernt:

Die gefasste Quelle der Roten Saar liegt an der Straße D44 in der Nähe eines deutschen Soldatenfriedhofs auf etwa 785 m Höhe.

Die ungefasste Quelle der Weißen Saar befindet sich nahe der Straße D993 von Cirey nach Grandfontaine auf etwa 710 m Höhe. Nur ein Hinweisschild verweist auf die schwerer zugängliche Quelle.

Die Saarquellflüsse, deren Täler überwiegend in Gesteine des Buntsandsteins eingesenkt, einsam und waldreich sind, vereinigen sich nach 26,8 km (Rote Saar) und 26,6 km (Weiße Saar) Fließstrecke beim südlich von Sarrebourg/F gelegenen Hermelange auf etwa 262 m Höhe.

         

Quellflüsse der Saar

Länge

Einzugsgebiet

Quellhöhe

Wasserführung

Rote Saar

26,8 km

107,3 km²

785 m

1,86 m³/s

Weiße Saar

26,6 km

  80,4 km²

710 m   

1,60 m³/s

   

Von ihrem Ursprung am Zusammenfluss beider Quellflüsse fließt die Saar auf rund 121 km Fließstrecke die französischen Regionen Lothringen und Elsass.

Sie verläuft zunächst im Département Moselle (Region Lorraine, dt.: Lothringen), auf einer kurzen Strecke wird das Département Bas-Rhin (Region Alsace / Elsass) durchflossen.

In Frankreich durchfließt die Saar ein eher ländliches und im Bereich des Saarlandes ein teilweise von der Montanindustrie geprägtes Gebiet.

Von Sarralbe bis Saargemünd (franz.: Sarreguemines) verläuft die Saar in Sichtweite parallel zum »Saarkanal«. Bei Saargemünd, an der Grenze zu Deutschland, fließt die Blies als größter Nebenfluss in die Saar, der ihre Wasserführung (hier 20,9 m³/s) um 20,7 m³/s vermehrt und damit annähernd verdoppelt. 

Die Blies ist im Übrigen mit 99,5 km Länge der längste Fluss des Saarlandes, denn die Saar fließt lediglich auf einer Strecke von 68 km durch das Saarland (von Saargemünd bis Saarhölzbach).

       

Mittlere Saar

Ab Saargemünd ist die Saar schiffbar. Bis Saarbrücken-Güdingen bildet sie auf einer Strecke von rund 11 km Länge die deutsch-französische Grenze.

Die Fließstrecke der Saar in Deutschland ist 114 km lang. Im anschließenden großstädtischen Verdichtungsraum des Saarlandes sind die Ufer der Saar fast ununterbrochen von Siedlungs- und Industriegebieten geprägt.

      

Untere Saar

In starkem Gegensatz dazu steht das Engtal der Saar durch das westliche Rheinische Schiefergebirge ab Merzig.

An seinem Beginn bildet sie die bekannte »Saarschleife« bei Mettlach und kurz darauf die »kleine Saarschleife« bei Hamm, einem Ortsteil von Taben-Rodt.

Zwischen Saarburg und Konz ist das Saartal durch zahlreiche ehemalige Flussschleifen gekennzeichnet, welche die wellige Hochfläche zergliedern und viele Umlaufberge hinterlassen haben.

Am »Wiltinger Bogen« durchdringen sich sogar die einstigen Talverläufe von Mosel und Saar, ohne dort je gleichzeitig aufeinander getroffen zu sein.

Die Mosel floss einst bei Wiltingen gegen die heutige Fließrichtung der Saar, jedoch rund 85 Meter höher, südostwärts durch das Konzer Tälchen des Konzer Bachs. Dessen Ortschaften sind heute aber der Saar als Weinbauregion zugeordnet.

         

Mündung

Schließlich mündet die Saar nach westlichem Passieren der Innenstadt von Konz und direkt nach Unterqueren der Bundesstraße 419 auf 130,3 m ü. NN in den dort von Westnordwesten heran fließenden und nach Nordosten abknickenden Rhein-Nebenfluss Mosel.

     

Einzugsgebiet

Das Einzugsgebiet der Saar ist 7.431 Quadratkilometer groß, davon liegen 3.826 km² in Frankreich und 3.605 km² in Deutschland.

     

Weinbau

Der Unterlauf der Saar zwischen Serrig und Konz ist geprägt vom Weinbau. Für den Saarwein ist der Riesling die wichtigste Rebsorte. Das Saarweingebiet mit Devon-Schieferböden liegt ausschließlich in Rheinland-Pfalz und gehört zum Deutschen Anbaugebiet Mosel.

Der Weinbau im Saarland umfasste lange Zeit nur noch die Mosel bei Perl, wo auf Muschelkalkböden überwiegend die Rebsorte Elbling wächst.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Weinbautradition an der Saarländischen Saar wiederbelebt, mit ersten Weinbergen bei Saarfels (2002) und Merzig (2007).

Bis zum Ersten Weltkrieg wurde Wein in größerem Stil bis weit oberhalb Saarbrückens angebaut. Davon haben sich nur ganz wenige Rebflächen erhalten, die heute wieder als »Saarländischer Landwein« klassifiziert sind.

Auf den Weinanbau weisen noch heute einige Straßennamen hin, zum Beispiel im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual der »Weinbergweg«und der Winterberg als (Verballhornung von Wingert-Berg).