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Die Hunnenschanze bei Borg

Lage: Südöstlich des Ortes Borg im Distrikt »Meeswald«, (Zugang von der Kapellenstraße aus, frei zugängliches Bodendenkmal)

Beschreibung: erhaltene Wall- und Grabenreste, Erdwallburg aus doppelten Wällen mit dazwischen liegendem Graben, evtl. handelt es sich hier auch um eine »Keltische Viereckschanze«

Größe:  ca. 50 x 58 m

Ähnliche sog. »Fliehburgen«, wie sie u.a. auch der »Hunnenring« bei Otzenhausen, die keltische Fliehburg auf dem Bergrücken in der Saarschleife und eine ähnliche Fliehburg zwischen Orscholz und Weiten , um nur diese zu nennen, denn keltische Fliehburgen aus der Latène-Zeit (5.–1. Jahrhundert v. Chr.), Zeit finden sich quasi »flächendeckend« in allen Regionen des Saarlandes.


Woher kommt der Namen »Hunnenschanze«?

Hünenburg, Hunneburg, Hunnenburg, Hunburg, Hunnenring, Hünenschanze oder eben wie in Borg »Hunnenschanze« sind volkstümliche Bezeichnungen für vor- und frühgeschichtliche Befestigungen, zumeist Wall- oder Fliehburgen.

Die Bezeichnung ist jedoch kein Verweis auf die Hunnen. Vielmehr datieren Archäologen die Entstehung in die Latène-Zeit (5.–1. Jahrhundert v. Chr.), also mehrere hundert Jahre vor den Überfällen der Hunnen auf Mitteleuropa

Als im Spätmittelalter die wahre Geschichte in Vergessenheit geraten war und angesichts der Steinmassen der Befestigungen, ging man davon aus, dass es Hünen bedurft hätte, um sie zu errichten. Ein sprachlicher Zusammenhang mit »Hünen« wäre wegen der Größe der Anlage durchaus denkbar.

Eine weitere Möglichkeit den Herkunft des Namens besagt,  dass der alte Begriff »Hunnich« (für König) damit zu tun hat.