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Vorgeschichte


11. Mai-15. Mai 1608  

Gründung der Protestantischen Union in Auhausen

10. Juli 1609

Gründung der katholischen Liga zu München

29. Juni 1617

Krönung Ferdinands II. zum König von Böhmen im Prager St. Veits-Dom

22. 10. 1617

Gustav Adolf wird in Uppsala zum König von Schweden gekrönt


Böhmisch-Pfälzischer Krieg (1618–1623) 

 

1618


1618


23. Mai  

Zweiter Prager Fenstersturz

1. Juli

Krönung Ferdinands II. zum König von Ungarn in der St. Martins-Kirche von Pressburg

20. Juli

Verhaftung Melchior Kardinal Klesls und Inhaftierung in Ambras

9. November

Gefecht bei Lomnitz (Südböhmen). Böhmische Truppen besiegen Kaiserliche unter Karl Bonaventura Graf von Buquoy

21. November

Eroberung der königlichen (habsburgtreuen) Stadt Pilsen durch böhmische Truppen unter Ernst von Mansfeld

23. Mai

Zweiter Prager Fenstersturz

1. Juli

Krönung Ferdinands II. zum König   von Ungarn in der St. Martins-Kirche von Preßburg

20. Juli

Verhaftung Melchior Kardinal Klesls und   Inhaftierung in Ambras

9. November

Gefecht bei Lomnitz (Südböhmen). Böhmische Truppen   besiegen Kaiserliche unter Karl Bonaventura Graf von Buquoy

21. November

Eroberung der königlichen (habsburgtreuen) Stadt   Pilsen durch böhmische Truppen unter Ernst von Mansfeld

 

1619

20. März

Tod Kaiser Matthias' in Wien

30. April

Rebellion Wallensteins gegen die   mährischen Stände

29. Mai

Eroberung von Laa an der Thaya durch   böhmische Truppen unter Heinrich Matthias von Thurn

5. Juni

»Sturmpetition« der niederösterreichischen   protestantischen Stände bei Kaiser Ferdinand II. in der Wiener Hofburg

6. Juni

Das böhmische Ständeheer unter Heinrich Matthias von   Thurn steht vor Wien

10. Juni

Schlacht bei Záblat beziehungsweise Netolitz   (Südböhmen). Niederlage der böhmischen Truppen unter Peter Ernst von   Mansfeld gegen die Kaiserlichen unter Karl Bonaventura Graf von Buquoy

19. August

Absetzung Ferdinands II. als böhmischer König durch   die böhmischen Stände.

20. August

Abschluss einer Angriffsallianz zwischen   Fürst Bethlen Gábor von Siebenbürgen und den böhmischen   Ständen

25. August

Wahl Bethlen Gábors zum König   von Ungarn durch den Landtag von Neusohl (Banská Bystrica   beziehungsweise Beszterczebánya)

26. August

Wahl Kurfürst Friedrichs   V. von der Pfalz durch die böhmischen Stände zum König von Böhmen   (»Winterkönig«)

28. August

Wahl Ferdinands II. in Frankfurt am   Main zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation

9. September

Krönung Ferdinands II. zum röm. dt. Kaiser in   Frankfurt am Main

8. Oktober

Münchner Vertrag: Maximilian I. von Bayern   verspricht, Kaiser Ferdinand II. gegen die aufständischen Böhmen zu   unterstützen. Dieser sagt dafür die Übertragung der Pfälzer Kurwürde   an Bayern zu

14. Oktober

Schlacht und Einnahme von Pressburg. Niederlage   der kaiserlichen Truppen unter Rudolf von Tiefenbach gegen Bethlen   Gábor

24.–26. Oktober

Karl Bonaventura Graf von Buquoy   verteidigt Wien gegen böhmische Streitkräfte unter Heinrich   Matthias von Thurn

4. November

Krönung Friedrichs V. von der Pfalz zum König   von Böhmen in der Prager Wenzelskapelle

26. November

Neuerliche Belagerung Wiens durch Heinrich Matthias   von Thurn

 

1620

6. Juni

Ferdinand II. beauftragt Maximilian I. von Bayern   mit der Reichsexekution in Böhmen

12. Juli

Die Kaiserlichen unter Karl Bonaventura Graf   von Buquoy schlagen in der Nähe von Wien böhmisch-pfälzische Truppen   unter Heinrich Matthias von Thurn

31. Juli

Ulmer Vertrag: Neutralitätsabkommen zwischen Liga   und Union unter französischer Vermittlung

23. September

Maximilian von Bayern erobert Cham (Oberpfalz)

8. November

Schlacht am Weißen Berg bei Prag.   Kaiserliche beziehungsweise bayerische   Truppen unter Tilly besiegen das böhmisch-pfälzische Heer   unter Christian von Anhalt

9. November

Flucht Friedrichs V. von der Pfalz aus Prag nach der   Schlacht am Weißen Berg

Dezember

Einnahme Karlsteins unter Karl Bonaventura Graf von   Buquoy

 

1621

22. Januar

Verhängung der Reichsacht über Kurfürst   Friedrich V. von der Pfalz

7. Mai

Einnahme von Pressburg unter Karl von   Bucquoy

14. Mai

Auflösung der Union

21. Juni

Hinrichtung 28 böhmischer aufständischer Adliger in   Prag

16. Juli

Mansfeld wehrt bei Waidhaus (Oberpfalz)   einen Angriff Tillys ab

15./25. September

Eroberung Rigas durch schwedische Truppen

5. Oktober

Schlacht bei Tyrnau (Trnava, heute Slowakei).   Niederlage kaiserlicher Truppen unter Rudolf von   Tiefenbach gegen Bethlen Gábor

2. Dezember

Christian von   Halberstadt erobert Amöneburg bei Mainz

20. Dezember

Schlacht bei Kirdorf (heute: Kirtorf) (westlich   von Alsfeld): Christian von Halberstadt wird von ligistischen Truppen   unter Anholt zurückgeschlagen

 

1622

2. Januar

Christian von Halberstadt erobert Lippstadt

6. Januar

Im Frieden von Nikolsburg (Mikulov)   verzichtet Fürst Bethlen Gábor auf die ungarische Krone und wird in den Stand   eines Reichsfürsten erhoben (Herzog von Oppeln und Ratibor)

21. Januar

Christian von Halberstadt erobert Soest

3. Februar

Jülich unter niederländischer Besatzung ergibt   sich nach mehrmonatiger Belagerung den Spaniern unter Ambrogio Marchese di   Spinola

27. April

Schlacht bei Mingolsheim. Zwischen den Ligatruppen   unter Tilly und den siegreichen pfälzischen Truppen unter Mansfeld

6. Mai

Schlacht bei Wimpfen. Zwischen den siegreichen   Ligatruppen unter Tilly und González Hernandez de Córdoba und den   pfälzischen Truppen unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

20. Juni

Schlacht bei Höchst. Zwischen den siegreichen   Ligatruppen unter Tilly und den pfälzischen Truppen unter Christian von   Halberstadt

29. August

Schlacht bei Fleurus. Zwischen den   pfälzisch-protestantischen Truppen unter Christian von Halberstadt sowie Peter   Ernst von Mansfeld und den Spaniern unter González Hernandez de Córdoba

19. September

Tilly erobert Heidelberg

2. November

Tilly erobert Mannheim

 

1623

23./25. Februar

Ferdinand II. aberkennt die Kurwürde Friedrichs   von der Pfalz und überträgt sie Kurfürst Maximilian I. von Bayern.

6. Juli

Gefecht bei Reiffenhausen in der Nähe   von Göttingen zwischen den siegreichen pfälzisch-protestantischen   Truppen unter Christian von Halberstadt und den Kaiserlichen unter Franz   Albert von Sachsen-Lauenburg

6. August

Schlacht bei Stadtlohn (südlich von Ahaus,   westlich von Coesfeld) zwischen den siegreichen Ligatruppen   unter Tilly und den protestantischen Truppen unter Christian von   Halberstadt

6. August

Wahl Papst Urbans VIII.

 

1624

13. August

Kardinal Richelieu wird Vorsitzender des   Königlichen Rates

 

Dänisch-niedersächsischer Krieg (1625–1629)

 

1625

20. März

Wahl König Christians IV. von   Dänemark zum niedersächsischen Kreisoberst

15. Mai

»Frankenburger Würfelspiel« und   Blutgericht auf dem Haushammerfeld bei Vöcklamarkt/Oberösterreich

5. Juni

Die Spanier erobern nach einer fast   einjährigen Belagerung Breda

25. Juli

Kaiser Ferdinand   II. ernennt Wallenstein zum kaiserlichen Oberbefehlshaber.

21. September

Schlacht bei Verceia. Die Kaiserlichen   unter Pappenheim besiegen Franzosen und Venezianer

13. Oktober

Tilly und Wallenstein treffen sich   in Alfeld (Leine), Ortsteil Limmer zu einer Unterredung.

 

1626

7./17. Januar

Die Schweden unter Gustav II.   Adolf besiegen das polnische Heer bei Wallhof

25. April

Schlacht an der Dessauer Elbbrücke. Zwischen den   siegreichen kaiserlichen Truppen unter Wallenstein und den Protestanten   unter Peter Ernst II. von Mansfeld

21. Mai

Niederlage Adam Graf von   Herberstorffs gegen aufständische Bauern   bei Peuerbach/Oberösterreich

6. Juni

Christian von Halberstadt stirbt   in Wolfenbüttel

9. Juni

Tilly erobert am 30. Mai jul./ 9. Juni 1626 greg. das   dänisch besetzte Hannoversch Münden

21. Juli

Erfolgreiche Abwehr unter Adam Graf von Herberstorf   gegen die Bauern bei Linz

27. August

Schlacht bei Lutter am Barenberge (südöstl.   von Hildesheim, südwestl. von Salzgitter) zwischen den siegreichen   Ligatruppen unter Tilly und den Protestanten beziehungsweise Dänen unter   Christian IV.

9./12. November

Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim besiegt die   oberösterreichischen Bauern bei Eferding und Vöcklabruck

29. November

Ernst von Mansfeld stirbt auf der Reise nach   Venedig in Rakovica (bei Sarajevo/Bosnien)

20. Dezember

Friede von Pressburg zwischen Kaiser Ferdinand   II. und Bethlen Gábor

24. Dezember

Gustav Horn und Jakob De la   Gardie besiegen bei Wenden die Polen

 

1627

25. Januar

Rückkehr Kardinal Klesls nach Wien

Sommer

Wolf Heinrich von Baudissin bewahrt   bei Koschau an der Oder die dänische Kavallerie vor der Vernichtung   durch Wallenstein

24. September

Schlacht bei Heiligenhafen an der Ostsee   (Holstein). Niederlage der Dänen unter Georg Friedrich von Baden-Durlach

18. Dezember

Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim   erobert Wolfenbüttel

 

1628

1. Februar

Kaiser Ferdinand II. entbindet alle Untertanen   Mecklenburgs vom Eid gegenüber den Herzögen Adolf Friedrich   I. und Johann Albrecht II.

22. Februar

Erbliche Übertragung der Kurwürde an Maximilian   I. von Bayern

23. Mai

Beginn der   Belagerung Stralsunds unter Wallenstein, nach elf Wochen   müssen seine Truppen vergebens abziehen.

3. August

Die Belagerung der   Stadt Stralsund durch Wallensteins Truppen endet ohne   Erfolg für die Kaiserlichen.

2. September

Schlacht bei Wolgast. Sieg der kaiserlichen Truppen   unter Albrecht von Wallenstein und Rudolf von   Tiefenbach gegen die dänischen Truppen unter Christian IV.

 

1629

18. Januar

Der schwedische Reichstag stimmt für den   Kriegseintritt gegen Kaiser Ferdinand II.

6. März

Restitutionsedikt Kaiser Ferdinands II.

22. Mai

Frieden von Lübeck zwischen Kaiser Ferdinand   II. und König Christian IV. von Dänemark

17./27. Juni

Schlacht bei Stuhm. Sieg der kaiserlichen   beziehungsweise polnischen Truppen unter Hans Georg von   Arnim-Boitzenburg über die Schweden unter Gustav II. Adolf

28. Juni

Frieden von Alès mit den Hugenotten

19. August

Friedrich Heinrich von   Nassau-Oranien erobert Wesel

16./26. September

Waffenstillstand   von Altmark. Polen tritt Livland an Schweden ab

 

1630

3. Juni

Beginn des Regensburger Kurfürstentages

 

Schwedischer Krieg (1630–1635)

 

1630

6. Juli

Die Schweden unter Gustav II.   Adolf landen mit einer relativ kleinen Streitmacht von ca. 13.000 Mann   bei Peenemünde auf der Insel Usedom.

18. Juli

Kaiserliche Truppen unter Johann Graf von   Aldringen und Rambold XIII. von Collalto erobern   im Mantuanischen Erbfolgekrieg Mantua.

10./20. Juli

Besetzung Stettins durch schwedische   Truppen.

13. August

Kaiser Ferdinand II. beschließt die   Entlassung Wallensteins als kaiserlichen Oberbefehlshaber.

6. September

Wallenstein empfängt in Memmingen die   Entlassungsurkunde.

 

1631

23. Januar

Vertrag zu   Bärwalde (bei Küstrin). Frankreich sichert Schweden für   den Kampf gegen den Kaiser Subsidien zu.

26. Februar

Eröffnung des Leipziger Konvents

6. April

Vertrag von Cherasco (Piemont). Kaiser   Ferdinand II. verzichtet auf Mantua und Montferrat und   räumt Graubünden, das von den Franzosen besetzt wird.

21. April

Leipziger Bund der protestantischen   Reichsstände gegen die Reichsgewalt.

3./13. April

Beginn der Belagerung von Frankfurt an der   Oder unter Gustav II. Adolf. Die kaiserliche Besatzung   unter Montecuccoli muss abziehen.

20. Mai

Eroberung Magdeburgs unter Tilly, das   seit März 1631 belagert wurde. Die Stadt wird fast vollständig zerstört, rund   20.000 Tote unter der Zivilbevölkerung.

28. Juli

Die Kaiserlichen unter Heinrich von   Holk leisten bei Wolmirstedt den Schweden erbitterten   Widerstand.

7. August

Schlacht bei Werben (westlich   von Havelberg) zwischen den Kaiserlichen unter Tilly und den siegreichen   Schweden unter Gustav II. Adolf.

7. September

Niederlage kaiserlicher Truppen unter   Don Baltasar von Marradas gegen schwedische Truppen unter Hans   Georg von Arnim nahe Breslau.

14. September

Tilly erobert die   Feste Pleißenburg in Leipzig.

7./17. September

Schlacht bei Breitenfeld (nördlich von Leipzig)   zwischen den Ligatruppen unter Tilly und den siegreichen Schweden   und Sachsen unter Gustav II. Adolf. Tilly wird verwundet.

28./30. Oktober

Belagerung und Einnahme der der Reichsstadt   Rothenburg ob der Tauber unter General Graf von Tilly.

15. November

Eroberung Prags durch sächsische Truppen   unter Hans Georg von Arnim.

7. Dezember

Hans Georg von Arnim besiegt   bei Nimburg die Kaiserlichen unter Rudolf von Tiefenbach.

8./18. Dezember

Rheinüberquerung von Gustav II. Adolf   bei Erfelden in der Nähe von Darmstadt. Die später in seinem   Auftrag errichtete Schwedensäuleerinnert daran.

15. Dezember

Wallenstein wiederum kaiserlicher Oberbefehlshaber

23. Dezember

Vom 17. bis 22. Dezember dauert die Belagerung   von Mainz. Am 23. Dezember rücken die Schweden nach ehrenvoller Übergabe   in Mainz ein.

 

1632

14. Januar

Pappenheim entsetzt Magdeburg von den   Schweden unter Johan Banér.

9. März

Sieg Tillys über die Schweden unter Gustav   Horn bei Bamberg.

9. April

Besetzung der Festung   Ehrenbreitstein bei Koblenz durch französische Truppen.

5./15. April

Schlacht bei Rain am Lech (östlich   von Donauwörth) zwischen den Kaiserlichen unter Tilly und den   siegreichen Schweden unter Gustav II. Adolf (Tilly wird schwer   verwundet und stirbt daraufhin am 30. April).

11. Mai

Besetzung und kampflose Einnahme der Reichsstadt   Dinkelsbühl durch Obristen Claus Dietrich von Sperreuth in   Vertretung des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf.

14. Mai

Gefecht bei Landshut, Johann von   Werth besiegt die Schweden.

17. Mai

Einzug der Schweden unter Lennart   Torstensson in München.

17./22. Mai

Besetzung der Fürstpropstei   Ellwangen durch Obrist Sperreuth und   Obrist Degenfeld in Vertretung der Schweden. Beschuss der Stadt mit   Kanonen.

25. Mai

Wallenstein besetzt Prag.

23. Juli

Die Truppen des Gottfried Heinrich Graf zu   Pappenheim nehmen die Reichsstadt Dortmund ein. Der Kriegsherr   fordert 50.000 Taler Kontribution. Für die nächsten Wochen richtet Pappenheim   in Dortmund sein Hauptquartier ein.

27. Juli

Erzherzog Leopold Wilhelm verteidigt   erfolgreich die Festung Ehrenberg bei Reutte (Tirol) gegen   die Schweden unter Bernhard von Sachsen-Weimar.

16. August

Schlacht bei Wiesloch, Schwedische und Kaiserliche   Truppen stehen sich in Wiesloch gegenüber.

17. August

Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim unterliegt den   Niederländern bei Maastricht, das seit Juni belagert wurde.

20. August

Besetzung Triers durch französische   Truppen.

23. August

Die Niederländer erobern das von den Spaniern   besetzte Maastricht.

3. September

Schlacht an der Alten   Veste bei Fürth zwischen den Kaiserlichen unter Wallenstein   und den Schweden unter Gustav II. Adolf. Den Schweden gelingt es nicht,   Wallensteins Lager zu erstürmen.

6./16. November

Schlacht bei Lützen (südlich von Leipzig)   zwischen den Kaiserlichen unter Wallenstein und den Schweden   unter Gustav II. Adolf, der in dieser Schlacht fällt.

29. November

Tod Friedrichs V. von der   Pfalz in Mainz.

21. Dezember

Die Schweden unter Wolf Heinrich von   Baudissin besetzen Köln-Deutz, ziehen aber wegen der großen   Gegenwehr bereits am nächsten Tag ab.

 

1633

14. März

Belagerung Hamelns durch schwedische   Truppen unter Georg von Braunschweig-Lüneburg (Einnahme am 13.   Juli).

8. April

Die Hessen unter Melander erobern Paderborn.

20. April

Erstürmung Landsbergs unter grauenhaften   Begleitumständen durch die Schweden.

23. April

Heilbronner Bund unter   Federführung Oxenstiernas gegen die Reichsgewalt.

8. Juli

Schlacht bei Hessisch-Oldendorf. Sieg der Schweden   bei Hessisch Oldendorf unter Georg von Braunschweig-Lüneburg über   die Kaiserlichen.

15. August

Geheimes Angebot Kurfürst Ferdinands an   Richelieu, Kurköln unter französischen Schutz zu stellen.

12. September

Die Schweden   unter Knyphausen erobern Osnabrück.

11. Oktober

Schlacht bei Steinau an der Oder (Ścinawa,   nordöstl. von Legnica/ Liegnitz) zwischen den siegreichen Kaiserlichen unter   Wallenstein und den Schweden unter Heinrich Matthias von Thurn, der   gefangen genommen wurde.

14. November

Die Schweden unter Bernhard von   Sachsen-Weimar erobern Regensburg.

15. Dezember

Wallenstein erhält in Pilsen einen Befehl von   Kaiser Ferdinand II., einen sofortigen Feldzug gegen Bernhard von   Sachsen-Weimar zu führen. Nach Rücksprache mit seinen Offizieren   ignoriert er diese Anordnung, weil er einen Winterfeldzug ablehnt.

 

1634

12. Januar

1. Pilsener Revers: 49 Generäle und Obristen des   kaiserlichen Heeres versichern Albrecht von Wallenstein ihre Treue.

24. Januar

Geheimes Absetzungspatent Ferdinands II.   für Albrecht von Wallenstein und Ernennung von Gallas zum   neuen kaiserlichen Oberbefehlshaber.

18. Februar

Die kaiserliche Entscheidung wird vertrauenswürdigen   Offizieren im kaiserlichen Heer bekanntgemacht. Sie werden ihres Gehorsams   gegenüber Albrecht von Wallenstein entbunden und auf die   Generäle Matthias Gallas, Johann von Aldringen und Octavio   Piccolominiverwiesen.

20. Februar

2. Pilsener Revers: Nur mehr 32 Obristen   unterstützen jetzt Albrecht von Wallenstein als ihren Befehlshaber

22. Februar

Die Absetzung Albrecht von   Wallensteins wird dem Heer öffentlich verkündet.

25. Februar

Ermordung Wallensteins in Eger

22. April

Niederlage der Hessen   unter Melander bei Herford.

13. Mai

Die Sachsen unter Hans Georg von   Arnim besiegen die Kaiserlichen   unter Colloredo bei Liegnitz (Schlesien).

3. Juni

Eroberung Philippsburgs durch die Schweden

14. Juni

Johann von Werth entsetzt das von Protestanten   und Schweden belagerte Aichach (nordöstlich von Augsburg).

15. Juli

Donauwörth wird von den Kaiserlichen   eingenommen

22. Juli

Schlacht und Belagerung von Landshut. Die   Kaiserlichen unter Aldringen, der fällt, unterliegen   den Schweden unter Bernhard von Sachsen-Weimar.

26. Juli

Regensburg wird von den Kaiserlichen   eingenommen.

29. August

Franz von Mercy übergibt nach mehrmonatiger   Belagerung Rheinfelden an die Schweden unter Bernhard von   Sachsen-Weimar.

5./6. September

Schlacht bei Nördlingen zwischen den   siegreichen Kaiserlichen unter dem späteren Kaiser Ferdinand   III. sowie Gallas und den Protestanten unter Bernhard von   Sachsen-Weimar.

21. September

Johann von Werth besiegt   bei Calw Otto Ludwig Rheingraf Salm-Kyrburg-Mörchingen.

1. November

Vertrag von Paris Der französische   König Ludwig XIII. verpflichtete sich der protestantischen Union   Geld und Soldaten zustellen; Schweden unterzeichnet nicht.

 

1635

24. Januar

Rückeroberung Philippsburgs von den   Schweden durch kaiserliche Truppen

28. Februar

Waffenstillstand zwischen dem Kaiser und   den Sachsen bei Laun

26. März

Eroberung Triers von den Franzosen durch   spanische Truppen. Gefangennahme des Kurfürsten von Trier, Philipp   Christoph von Sötern

30. April

Vertrag von Compiégne. Frankreich und Schweden   verständigten sich über ihre Interessen, den Krieg in Deutschland betreffend.

19. Mai

Kriegserklärung Frankreichs an Spanien

30. Mai

Friede von Prag

 

Schwedisch-Französischer Krieg (1635–1648)

 

1635

19. Mai

Frankreich erklärt Spanien den Krieg

4. Juli

Piccolomini zwingt die Franzosen und   Niederländer zur Aufgabe der Belagerung Löwens

4. September

Johann von   Werth befreit Heidelberg und in der Folge Speyer

18. September

Frankreich erklärt Kaiser Ferdinand   II. den Krieg

24. September

Die Kaiserlichen unter Gallas befreien das   von den Schweden besetzte Schorndorf (östlich   von Stuttgart), das dabei fast vollständig zerstört wird

September

Beginn der Belagerung Hanaus durch die   Kaiserlichen unter Lamboy

22. Oktober

Schwere Niederlage   der Sachsen unter Wolf Heinrich von   Baudissin bei Dömitz in Mecklenburg

 

1636

11. Januar

Schlacht bei Haselünne

13. Juni

Ein hessisch-schwedisches Entsatzheer unter   Landgraf Wilhelm V. sprengt den kaiserlichen Belagerungsring um   die Festung Hanau

14. Juli

Bernhard von   Sachsen-Weimar besetzt Zabern (Saverne, Elsaß)

14. August

Spanische und bayerische Truppen unter   dem Kardinalinfant Ferdinand und Johann von   Werth besetzen die französische Festung Corbie

4. Oktober

Schlacht bei Wittstock (nordwestlich   von Brandenburg) zwischen den Sachsen und Brandenburgern unter   Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen und den siegreichen Schweden   unter Johan Banér

22. Dezember

Wahl und Krönung Ferdinands III. zum röm.   dt. Kaiser in Regensburg

 

1637

15. Februar

Tod Kaiser Ferdinands II. in Wien und   Regierungsantritt Kaiser Ferdinands III.

26. Juni

Johann von Werth zwingt die Franzosen zum Abzug   aus der Festung Ehrenbreitstein (Koblenz)

10. Oktober

Breda ergibt sich nach elfwöchiger Belagerung   Prinz Friedrich Heinrich von Nassau-Oranien

22. Oktober

Johann von Werth und Federigo di   Savelli besiegen bei Breisach die Schweden unter Bernhard von   Sachsen-Weimar

 

1638

28. Januar

Bernhard von Sachsen-Weimar verlässt mit seinen   Leuten das Winterquartier in der Region Mömpelgard. Er will zunächst   die Waldstädte am Rhein erobern.

5. Februar

Die Belagerung der   Reichsstadt Rheinfelden durch die Protestanten unter Bernhard von   Sachsen-Weimar beginnt.

12. Februar

Das schwedisch besetzte Hanau wird von den   Kaiserlichen unter Graf Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg bzw   Major Freiherr Johann Winter von Güldenborn handstreichartig   erobert und an den Hanauer Grafen zurückgegeben.

28. Februar

Im ersten Treffen der Schlacht bei   Rheinfelden (südlicher Breisgau) besiegt das angerückte, wesentlich   größere kaiserlich-bayerische Entsatzheer unter Federigo   Savelli und Johann von Werth die schwedisch-protestantischen Truppen unter   Bernhard von Sachsen-Weimar, welche Rheinfelden belagern. Die Protestanten   rücken mit ihren nach den Kämpfen verbliebenen Verbänden ab.

3. März

Im zweiten Treffen der Schlacht bei   Rheinfelden schlagen die unerwartet zurückkehrenden Protestanten unter   Bernhard von Sachsen-Weimar das kaiserlich-bayerische Heer. Die Heerführer   Savelli und Johann von Werth werden mitsamt ihrem Offizierskorps gefangen genommen.   Savelli kann später entfliehen.

12. April

Übergabe Freiburgs im Breisgau an Bernhard   von Sachsen-Weimar

17. Oktober

Die Kaiserlichen unter Melchior Graf von   Hatzfeldt besiegen bei Vlotho Ruprecht von der Pfalz

17. Dezember

Kapitulation der kaiserlichen Besatzung   von Breisach unter Hans von Reinach an Bernhard von   Sachsen-Weimar

 

1639

14. April

Schlacht bei Chemnitz. Sieg der Schweden   unter Johan Banér über die Kaiserlichen unter Gallas

7. Juni

Schlacht bei Diedenhofen (Thionville,   Lothringen). Die Kaiserlichen unter Piccolomini besiegen die   Franzosen unter Manassès de Pas, Marquis de Feuquières

31. Oktober

Seeschlacht bei den Downs. Sieg   der Niederländer über eine spanische Flotte vor Dünkirchen

 

1640

17. September

Turenne erobert Turin

1. Dezember

Tod Kurfürst Georg Wilhelms von Brandenburg

 

1641

27. März

Franz von Mercy schlägt die schwedische Nachhut   bei Neuenburg vor dem Walde

6. Juli

Sieg der Spanier über die Franzosen bei Sedan

21. Dezember

Präliminarvertrag von   Hamburg setzt Münster und Osnabrück als Kongressorte   fest

 

1642

17. Januar

Schlacht auf der Kempener   Heide (Tönisvorst zwischen Krefeld und Kempen). Die   Franzosen und Hessen besiegen ein kaiserliches Heer unter Graf Lamboy

12. Mai bis 17. Juni

Erfolglose Belagerung von   Lleida (Katalonien) mit spanischer Besatzung durch die Franzosen   unter Louis II. de Condé

7. Oktober

Schlacht bei Lleida. Die Spanier   unter Leganez besiegen die Franzosen unter Lamothe-Houdancourt

23. Oktober/2. November

Zweite Schlacht bei Breitenfeld. Zwischen den   Kaiserlichen unter Erzherzog Leopold   Wilhelm sowie Piccolomini und den siegreichen Schweden   unter Lennart Torstensson

4. Dezember

Tod Richelieus

 

1643

14. Mai

Tod Ludwigs XIII.

18. Mai

Mazarin Erster Minister Frankreichs

18./19. Mai

Schlacht bei Rocroi (Ardennen). Die Franzosen   unter Louis II. de Condé vernichten ein spanisches Heer

24. November

Schlacht bei Tuttlingen zwischen den   siegreichen Kaiserlichen unter Franz von Mercy und den Franzosen   unter Rantzau

 

1644

11. Mai

Franz von Mercy erobert Überlingen

1. Juli

Seeschlacht auf der Kolberger Heide,   König Christian IV. von Dänemark wird verwundet

3.–6. August

Schlacht bei Freiburg im Breisgau zwischen den   Franzosen unter Turenne sowie Louis de Condé und den Bayern unter Franz von   Mercy. In dieser »mörderischsten Schlacht des ganzen Krieges« - 70   Prozent der Franzosen fielen - verhinderten die Bayern den weiteren Vorstoß   der Franzosen nach Süddeutschland

13. Oktober

Seeschlacht bei Fehmarn. Die Schweden   unter Wrangel besiegen die Dänen

23. November

in der Schlacht bei Jüterbog besiegen die   Schweden unter Torstensson die kaiserlichen unter Gallas, die den Dänen zu   Hilfe kommen wollten. Die kaiserliche Armee löst sich faktisch auf. Damit   fällt Sachsen und der Weg nach Böhmen und Mähren ist frei.

4. Dezember

Eröffnung des Friedenskongresses in Münster

 

1645

Januar

Einfall der Schweden unter Lennart   Torstensson in die Österreichischen Erblande bis vor Wien

6. März

Schlacht bei Jankau (Jankov. südöstlich   von Prag). Die Schweden unter Lennart Torstensson besiegen die   Kaiserlichen unter Johann von Götzen und Johann von Werth

3. Mai

Beginn der Belagerung der Stadt Brünn in   Mähren durch die Schweden unter Lennart Torstensson. Der kaiserliche   Stadtkommandant Raduit de Souches kann die Stadt mit nur 1.500 Mann gegen die   etwa 25.000-30.000 starke Armee Torstenssons 4 Monate lang halten. Nach einem   letzten erfolglosen Großangriff der Schweden mit Unterstützung des Siebenbürgischen   Fürsten Rákóczi am 15.8. zieht Torstensson schließlich am 23.8. stark   geschwächt mit seinen Truppen nach Norden ab

5. Mai

Schlacht von   Herbsthausen (bei Mergentheim) zwischen den Kaiserlichen   unter Franz von Mercy und Johann von Werth und den Franzosen unter   Turenne. Vernichtende Niederlage der Franzosen, die ein Drittel an Gefangenen   verloren

3. August

Schlacht bei Alerheim (bei Nördlingen)   zwischen den Kaiserlichen und Bayern unter Franz von Mercy sowie Johann von   Werth und den siegreichen Franzosen unter Turenne. Mercy fällt

23. August

Verzichtfrieden zu Brömsebro. Dänemark muss   Zugeständnisse gegenüber den Schweden machen

6. September

Schweden und Sachsen unterzeichnen einen   Waffenstillstandsvertrag in Kötzschenbroda bei Dresden

3. Oktober

Schlacht bei Philippsburg. Sieg der Kaiserlichen   unter Erzherzog Leopold Wilhelm über die Franzosen unter Turenne

13. Dezember

Linzer Frieden zwischen Kaiser Ferdinand III.   und Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen

 

1646

19. Juni

Bündnis des Kurfürsten von Trier. Philipp   Christoph von Sötern mit Frankreich und Übergabe Philippsburgs an die   Franzosen zur dauernden Besetzung

11. Oktober

Die Franzosen erobern Dünkirchen

 

1647

14. März

Waffenstillstand von Ulm zwischen Frankreich   und Bayern

18. Juni

Louis Condé unterliegt den Spaniern   bei Lleida (Katalonien)

18. Juli

Fall der Festung Eger unter kaiserlicher   Besatzung

 

1648

28. Februar

Tod König Christians IV. von Dänemark

17. Mai

Schlacht bei Zusmarshausen westlich   von Augsburg. In dieser letzten Schlacht des Dreißigjährigen Krieges   ausländischer Mächte auf deutschem Boden besiegen die Franzosen und Schweden   unter Turenne und Wrangel die Kaiserlichen unter Melander und Montecuccoli

14. Juni

Schlacht bei Wevelinghoven. Niederlage der   Kaiserlichen unter Guillaume de Lamboy gegenüber Truppen   aus Hessen-Kassel unter Johann von Geyso. Letzte Schlacht des   Dreißigjährigen Krieges.

4. Oktober

Gefecht bei Dachau. Sieg der Kaiserlichen   unter Johann von Werth über die Franzosen und Schweden

24. Oktober

Unterzeichnung des Westfälischen   Friedens in Münster und Osnabrück