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Kampagne in Frankreich

Seine autobiographische Prosaschrift »Kampagne in Frankreich 1792« wurde von Johann Wolfgang von Goethe in den Jahren 1819 bis 1822 geschrieben.

Schlacht bei der Mühle von Valmy

Goethe schildert darin seine Teilnahme am Feldzug deutscher und österreichischer Monarchen gegen das jakobinische Frankreich, die sein Landesvater, der Herzog von Weimar, der bereits als preußischer Regimentskommandeur im Felde stand, von seinem Jugendfreund Goethe erbeten hatte.

Nach der »Kanonade von Valmy« erzwingt die französische Revolutionsarmee unter Dumouriez und Kellermann den verlustreichen Rückzug der preußisch-österreichischen Allianz unter dem Herzog von Braunschweig und dem preußischen König Friedrich Wilhelm II.    

Der Erstdruck erschien unter dem Titel »Aus meinem Leben. Zweiter Abteilung Fünfter Band. Auch ich in der Champagne!« 

Kanonade von Valmy


Teil von:

Französische Revolutionskriege

Ort:

Valmy, Frankreich

Ausgang:

Abbruch des Kampfes

Folgen:


Konfliktparteien:

Rückzug der Koalitionsarmee aus Frankreich

                                                Frankreich

Preußen

Befehlshaber:


Charles-François Dumouriez,

François-Christophe Kellermann

Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig

Truppenstärke:


ca. 50.000 Mann,

56 Geschütze

ca. 34.000 Mann,

40 Geschütze

Verluste:


300 Tote und Verwundete

184 Tote und Verwundete


Verlauf

23. August 1792

Goethe, von seinem Herzog, dem fürstlichen General quasi als »Kriegsberichterstatter« verpflichtet, reist von Weimar aus mit Kutsche und Diener Paul Goetze über Mainz nach Trier.

Auf dem Wege nach Luxemburg bestaunt er das Monument in der Nähe von Igel.

Igeler Säule, Foto: Th. Zühmer

Johann Wolfgang von Goethe hat die »Igeler Säule« am 26. August sowie auf dem Rückweg aus Frankreich am 22. oder 23. Oktober 1792 besichtigt; hernach hat er sie beschrieben und gezeichnet. Er äußerte sich danach noch des Öfteren über das antike Monument. Unter anderem schrieb er dazu in der autobiografischen Schrift Kampagne in Frankreich am 23. August:

»Auf dem Wege von Trier nach Luxemburg erfreute mich bald das Monument in der Nähe von Igel. Da mir bekannt war, wie glücklich die Alten ihre Gebäude und Denkmäler zu setzen wussten, warf ich in Gedanken sogleich die sämtlichen Dorfhütten weg, und nun stand es an dem würdigsten Platze. 

Die Mosel fließt unmittelbar vorbei, mit welcher sich gegenüber ein ansehnliches Wasser, die Saar, verbindet; die Krümmung der Gewässer, das Auf- und Absteigen des Erdreichs, eine üppige Vegetation geben der Stelle Lieblichkeit und Würde.«

         

und am 22. Oktober 1792:

Johann Wolfgang von Goethe

»Vielleicht war die Macht des Altertums nie so gefühlt worden als an diesem Kontrast: ein Monument, zwar auch kriegerischer Zeiten, aber doch glücklicher, siegreicher Tage und eines dauernden Wohlbefindens rühriger Menschen in dieser Gegend. Obgleich in später Zeit, unter den Antoninen, erbaut, behält es immer von trefflicher Kunst noch so viel Eigenschaften übrig, dass es uns im ganzen anmutig ernst zuspricht und aus seinen, obgleich sehr beschädigten Teilen das Gefühl eines fröhlich-tätigen Daseins mitteilt.«

Bei Grevenmacher wird Goethe mit den Auswirkungen der Revolution direkt konfrontiert.

Er sieht einen Korps Emigrierte, das aus lauter Edelleuten, meist Ludwigsrittern, besteht. Sie hatten weder Diener noch Reitknechte, sondern besorgten sich selbst und ihr Pferd.

Am 27. August 1792 trifft Goethe bei Praucourt in der Nähe von Longwy auf das »Herzogliche Weimarische Regiment«.

        

28. August 1792

Auf einer lieblichen Waldwiese bei Pillon hört Goethe zu seinem 43. Geburtsfest die Kanonade bei Thionville und wünscht jener Seite guten Erfolg.

Die Preußen und Österreicher haben auf den Namen Ludwigs XVI. Bons drucken lassen und borgen gewaltsam: Französische Schäfer müssen mitansehen, wie ihre wolligen Zöglinge von den ungeduldigen fleischlustigen Soldaten vor ihren Füßen ermordet werden.

      

Vormarsch

30. August 1792

Über Mangiennes, Damvillers, Wawrille und Ormont zieht das Regiment gegen Verdun. Man schickt einen Unterhändler zusammen mit einem Stabstrompeter gegen die Festung.

Sansculottes (Männer mit Jakubinermützen)

Goethe erzählt, wie die Verduner aber als »Sansculotten«, das Völkerrecht nicht kennend oder verachtend, auf ihn [den Unterhändler] kanoniert, wie er ein weißes Schnupftuch an die Trompete befestigt und immer heftiger zu blasen befohlen.

Das anschließende Bombardement lässt bald ein Verduner Stadtquartier in Flammen stehen. Das ist nichts für Goethe: Ich war in eine Batterie getreten, die eben gewaltsam arbeitete, allein der fürchterlich dröhnende Klang abgefeuerter Haubitzen fiel meinem friedlichen Ohr unerträglich, ich mußte mich bald entfernen.

Im Fürsten Reuß den XI. findet er einen routinierten Zuhörer. Der Fürst ist ein wenig verwundert, denn Goethe hat nichts von Tragödien und Romanen zu vermelden, sondern spricht mit großer Lebhaftigkeit von der Refraktionserscheinung, also von der Farbenlehre.

Egal, ob sich Goethe im Studierzimmer oder aber im Felde aufhält – das einmal erregte Interesse behauptete sein Recht, die Produktion ging ihren Gang, ohne sich durch Kanonenkugeln und Feuerballen im mindesten stören zu lassen. Er gesteht dem Fürsten, es gehe ihm mit der Farbenlehre wie mit Gedichten, er mache sie nicht, sondern sie machten ihn.

Die Verduner Bürgerschaft drängt den republikanischen Kommandanten zur Übergabe der Stadt. Der stimmt zu, zog er ein Pistol hervor und erschoss sich. Nach der Besitznehmung von Verdun wird Goethe mittags am Wirtstische mit guten Schöpsenkeulen und Wein traktiert.

Ein junger französischer Grenadier gibt einen Flintenschuss ab, der niemand verletzte. Zwar wird der Franzose nach der Tat bewacht, stürzt sich aber von der Brücke in die Maas; dann überschlug er sich rückwärts in die Tiefe und ward nur tot aus dem Wasser herausgebracht.

            

4. September 1792

Preußische Füseliere

Die Invasionstruppen lassen die Festung Sedan unerobert liegen und stoßen im Vormarsch auf Paris gegen den Gebirgsriegel Forêt d’Argonne. Die französische Revolutionsarmee unter Dumouriez tritt den Invasoren entgegen. Kellermann eilt herzu und besetzt schwer einnehmbare Höhen.

     

11. September 1792

Auch schon das schrecklichste Wetter sowie leere Keller und Küchen wirtlos zeigen ganz ohne Kampfhandlungen, dass der Krieg, als ein Vortod, alle Menschen gleich macht, allen Besitz aufhebt und selbst die höchste Persönlichkeit mit Pein und Gefahr bedroht.

     

12. September 1792

Valmy

     

19. September 1792 nachts

Auf dem Marsch nach Valmy findet Goethe einen schönen wohlbestellten Weinkeller. Er nimmt zwischen die ausgespreizten Finger jeder Hand zwei Flaschen, und zieht sie unter den Mantel. Die deutschen Husaren haben den Franzosen Brotkarren abgenommen und Goethe erhält gegen ein Trinkgeld Weißbrot.

»Der Franzos' erschrickt vor jeder schwarzen Krume. Der Kanonendonner hält an. Von jeder Seite wurden an diesem Tage zehntausend Schüsse verschwendet, wobei auf unserer Seite nur zweihundert Mann und auch diese ganz unnütz fielen.«

Goethe hält manch wilden Anblick fest – die herumgestreuten Weizenbündel, die darauf hie und da ausgestreckten tödlich Verwundeten und dazwischen noch manchmal eine Kanonenkugel.

Der Ton der Kugeln ist wundersam genug, als wär‹ er zusammengesetzt aus dem Brummen des Kreisels, dem Butteln des Wassers und dem Pfeifen eines Vogels. Bemerkenswert bleibt es indessen, dass jenes grässlich Bängliche nur durch die Ohren zu uns gebracht wird; denn der Kanonendonner, das Heulen, Pfeifen, Schmettern der Kugeln durch die Luft ist doch eigentlich Ursache an diesen Empfindungen.

Eigensinnig, wie Goethe nun mal ist, reitet er allein nach vorn und überschaut die glückliche Stellung der Franzosen: Sie standen amphitheatralisch in größter Ruh' und Sicherheit. Einige von Goethes Bekannten – Generalstabsoffiziere kommen vorbei, verwundern sich und wollen Goethe mit nach hinten nehmen.

Schlacht bei Valmy

Der todesmutige Dichter lässt sich nicht bereden. Später dann, zurückgekehrt, bevor er sich im Felde eingräbt, sagt Goethe noch seinen berühmten Satz:

»Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen!«

Noch heute kommt man auf dem Weg über die Autobahn von Reims nach Paris an der Stelle vorbei, an welcher Goethe diesen berühmten Satz gesprochen hatte. Schon von weitem sieht man auf der rechten Seite auf dem Weg nach Paris die »Mühle von Valmy« auf einer kleinen Anhöhe. Von dort soll Goethe die Schlacht beobachtet haben.

Angesichts der Kanonade buddelt sich der Herzog von Weimar ebenfalls an jenem windstillen Plätzchen ein. Ein Oberst weist die Weimarischen darauf hin, dass ihre Stellung für die französischen Kanonen erreichbar ist. Aber man hat sich eingerichtet und bleibt.

             

21. September 1792

Man hält die Stellung. Das »Waldgebirg Argonnen« ist von Franzosen besetzt. Sogar Trinkwasser fehlt. Diener Paul Goetze schöpft emsig das zusammengeflossene Regenwasser von dem Leder des Reisewagens.

     

22. September 1792

Menschen, durch die Kanonade getötet, liegen unbegraben. Schwer verwundete Pferde können nicht ersterben.

     

27. September 1792

François-Christophe Kellermann

Das »Weimarische Regiment« löst das Versorgungsproblem in Eigenregie. Zwei Wagen der österreichischen Armee sind festgefahren. Man kauft Butter in Fässchen und Schinken. Goethe macht sich bei der Truppe beliebt, indem er Tabak für die Weimarischen kauft.

     

Rückzug

1. Oktober 1792

Der Rückzug erfolgt in Ordnung und Stille. Goethe, inmitten des Elends, gelobt, wenn er erlöst und sich wieder zu Hause sähe, solle von ihm niemand wieder einen Klagelaut vernehmen über den seine freiere Zimmeraussicht beschränkenden Nachbargiebel, den, er jetzt recht sehnlich zu erblicken wünsche; ferner wollt‹ er sich über Missbehagen und Langeweile im deutschen Theater nie wieder beklagen. Trotz Widrigkeiten geht es immer irgendwie weiter.

Goethe bekommt ein tüchtiges Stück Wurst gereicht und steckt es in sein Pistolenhalfter. Darin ist Platz. Goethe gibt während der Kampagne keinen einzigen Schuss ab.

       

3. Oktober 1792

»Schloss Grandpré« ist zum Krankenhause umgebildet und schon mit mehrern hundert Unglücklichen belegt, denen man nicht helfen, sie nicht erquicken kann. Man zieht mit Scheu so vorüber und muss sie der Menschlichkeit des Feindes überlassen. Grimmiger Regen überfällt die Allianz und lähmt jede Bewegung.«

Goethe, der Überlebenskünstler, reist mit Nachschlagewerk – lenkt sich mit Fischers physikalischem Lexikon ab. Es gewährt ihm die beste Zerstreuung, indem es ihn von einem zu andern führt.

      

4. Oktober 1792

Goethe erbeutet Kohl, Zwiebeln, Wurzeln und gute Vegetabilien die Fülle. Er nimmt mit Bescheidenheit und Schonung.

     

7. Oktober 1792

Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig

Goethe begegnet dem Herzog von Braunschweig und wird von dem Feldherrn als desiderater Kriegsberichterstatter begrüßt. Goethe soll der Nachwelt mitteilen, dass die Allianz nicht vom Feinde, sondern von den Elementen überwunden worden.

Auf dem Wege nach Verdun hat die Truppe weder Quartier noch Zelt. Goethe berichtet: Ich stand nämlich so lange auf den Füßen, bis die Knie zusammenbrachen, dann setzt ich mich auf einen Feldstuhl, wo ich hartnäckig verweilte, bis ich niederzusinken glaubte, da denn jede Stelle, wo man sich horizontal ausstrecken konnte, höchst willkommen war.

      

25. Oktober 1792

Endlich erreicht Goethe Trier. Er findet einen Brief seiner Mutter vor. Man will ihn zum Frankfurter Ratsherrn wählen. Goethe lehnt ab. Er möchte lieber in Weimar bei Christiane und Söhnchen August bleiben.

In einem Wirtshaus meint ein Zivilist, die Welt könne von Goethes geschickter Feder Aufklärung über den Feldzug erwarten. Ein alter Husarenoffizier ist anderer Ansicht:    

»Glaubt es nicht, er ist viel zu klug! Was er schreiben dürfte, mag er nicht schreiben, und was er schreiben möchte, wird er nicht schreiben.« 


28.Oktober 1792

Brief Goethes aus Trier an Johann Heinrich Meyer:

Charles-François Dumouriez

»Wer sollte gedacht haben dass mir die Franzosen den Rückzug versperren würden. Sie haben Maynz und Franckfurt wie Sie schon wissen werden. Coblenz nicht, das ist gerettet. Ich dachte zu Ende des Monats in Franckfurt zu seyn und muß nun hier abwarten wo es mit den Sachen hinaus will und wie ich meinen Rückweg anstellen kann.«

      

30. Oktober 1792

Zwar lässt der Herzog von Weimar für seine kranken Soldaten ein Schiff nach Koblenz mieten, doch die gesunden müssen moselabwärts wandern.

Die übrig gebliebenen Pferde werden zum Heimtransport der Kanonen gebraucht. Das Geschütz heimbringen – eine Ehrensache unter Kriegern.

Goethe nimmt Urlaub und reist auf eigene Faust heim. Auf der Wasserfahrt Trier nach Koblenz macht er chromatische Studien.

›Goethes sturmgefährdete Bootsfahrt auf der Mosel von Wolf nach Trarbach 1792‹, geschrieben von Erich Müller, Oberpostmeister a.D. Traben-Trarbach  aus dem Jahr 1976 berichtet von dieser Bootsfahrt.

Anhand alter Messtischblätter und eigener langjähriger profunder Ortskenntnis hat Müller überzeugend nachgewiesen, warum Goethe tatsächlich in Lebensgefahr war.

Die Mosel war damals ein tückischer Fluss, noch nicht gestaut und in wildem, strudelndem Verlauf zwischen Wolf und Trarbach.

Deswegen darf man Goethes Worten zu dieser Begebenheit trauen und muss sie nicht für poetische Übertreibungen halten.

Zum zweiten Mal war er auf einer Schiffsreise in Lebensgefahr. Das erste Mal war während seiner Italienischen Reise. Das zweite Mal dann ausgerechnet an der heute so lieblichen Mosel.

Goethe kehrte wie bereits beschrieben aus dem Koalitionskrieg gegen Frankreich zurück. Er hatte sozusagen als Kriegsberichterstatter für seinen Freund, den Herzog von Weimar, gearbeitet.

In tiefer seelischer Verstimmung über die beobachteten Kriegsereignisse wollte er so rasch wie möglich die Strecke von Trier nach Koblenz zurücklegen. Er entschied sich nicht für die Kutsche, sondern für ein Boot. Doch hören wir, was der Weimarer selbst dazu sagt, wie und warum er also in Trarbach gelandet ist:

»Nun überfiel uns die Nacht, bevor wir Trarbach erreichen oder auch nur gewahren konnten. Es ward stockfinster; eingeengt wussten wir uns zwischen mehr oder weniger steilem Ufer, als ein Sturm, bisher schon ruckweise angekündigt, gewaltsam anhaltend hereinbrach; bald schwoll der Sturm im Gegenwinde, bald wechselten abprallende Windstöße niederstürzend mit wütendem Sausen; eine Welle nach der anderen schlug über den Kahn, wir fühlten uns durchnässt.

Der Schiffsmeister barg seine Verlegenheit; die Not schien immer größer, je länger sie dauerte, und der Drang war aufs Höchste gestiegen, als der wackere Mann versicherte, er wisse weder, wo er sei, noch wohin er steuern sollte.

Signatur Goethe's

Unser Begleiter verstummte, ich war still in mir gefasst. Wir schwebten in der tiefsten Finsternis, nur manchmal wollte mir scheinen, dass Massen über mir noch etwas dunkler als der verfinsterte Himmel sich dem Auge bemerkbar machten; dies gewährte jedoch weniger Trost und Hoffnung; zwischen Land und Fels eingeschlossen zu sein, drang sich immer ängstlicher auf. Und so wurden wir im Stockfinsteren lange hin und her geworfen, bis sich endlich in der Ferne ein Licht und damit auch Hoffnung auftat.«

Das Licht war in Trarbach. Das Zitat stammt aus ›Campagne in Frankreich 1792‹.

Dass Goethe tatsächlich in Lebensgefahr war, ist, wie gesagt, durch Müllers Ortskenntnisse und Recherchen überzeugend dargelegt.

                   

ab November 1792

Goethe mietet einen Kahn mit Leck, fährt den Rhein hinab bis Düsseldorf und bleibt bei Jacobi (Friedrich Heinrich Jacobi *25. Januar 1743 in Düsseldorf; †10. März 1819 in München, war ein deutscher Philosoph, Jurist, Kaufmann und Schriftsteller) in Pempelfort.

Dort überreicht er seinem Gastgeber u.a. auch das Aquarell »Der Freiheitsbaum mit Jacobinermütze« welches er auf seiner Rückreise von Valmy bei Sierck-les-Bains gefertigt hatte. (siehe Bild rechts)

In Duisburg sucht er Professor Plessing auf und in Münster die Fürstin von Gallitzin (Amalie von Gallitzin *28. August 1748 in Berlin; †27. April 1806 in Münster (Westfalen) war eine »Pendlerin« zwischen Aufklärung und Katholizismus und eine Mitbegründerin des »romantischen« Katholizismus).

Goethe kommt nachts in Münster an. Der Gasthof ist, wie bereits im Rheinland, mit französischen Emigranten überbelegt. Goethe weiß, was sich geziemt. Auf einem Stuhle in der Wirtsstube stundenlang sitzend, harrt er aus, bis eine akzeptable Besuchszeit bei der Fürstin gekommen ist.

Goethe hat es überhaupt nicht eilig, den deutschen Gastgebern Lebewohl zu sagen. Als erklärter Protestant hört er sich die Katholiken in Münster geduldig an.

Daheim dann in Weimar wird Goethe von den Seinigen freudig begrüßt. Heinrich Meyer hatte in Goethes Abwesenheit den Ausbau des neuen Hauses vorangetrieben. 

          

Quelle:  wikipedia.org