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Remich

Remich (lux.: Réimech) ist Hauptort des gleich-namigen Kantons liegt am westlichen Ufer der Mosel, 10 km nördlich des Dreiländerecks Deutschland / Frankreich / Luxemburg.

In früheren Zeiten war der Ort unter dem römischen Namen »Remacum« bekannt. Das antike Remacum der Römerzeit war früher eine kleine Ansiedlung von Fischern und Schiffern.

Es wurde im Lauf der Jahrhunderte von den jeweiligen Eroberern der Moselregion mehrmals in Schutt und Asche gelegt, was den Bau der Schutzwälle erforderlich machte, deren Spuren man noch immer erkennen kann.

Im Jahr 882 zerstörten Normannen den Ort, nachdem sie Trier erobert und niedergebrannt hatten. Im Jahre 1687 wurde die Burg geschleift, welche bis dahin in Remich erbaut gewesen war und von einem im Jahre 1619 erbauten Schloss ist noch heute die Lage zu erkennen.

Das einst wehrhaft befestigte Städtchen mit seinen engen, verwinkelten Gassen und wappengeschmückten Häusern hat sich teilweise noch sein historisches Aussehen bis heute bewahren können.

Zeuge einer großen Vergangenheit ist das malerische Stadtviertel mit der »Porte St. Nicolas« – welche ein Überbleibsel der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist – und mit seinen alten Gassen. Sehenswert ist auch die Dekanatskirche aus dem Jahre 1817, deren romanischer Turm aus dem 12. Jhdt. auf den Grundmauern eines römischen Wachturmes steht.

Durch die »St.-Nikolaus-Pforte« führt der Weg aus der Altstadt zu den schattenspendenden Bäumen der Esplanade.                       

Heute ist Remich – an der Europaroute Saarbrücken-Luxemburg gelegen – eine kleine, blühende Touristenstadt sowie – als Kantonshauptstadt – Verwaltungs- und Einkaufszentrum des gleichnamigen Kantons.   

Vor allem aber ist Remich das Zentrum des luxemburgischen Weinbaus mit dem Sitz des »Institut Viti-Vinicole« (des staatlichen Weinbauinstitutes) und der Marque nationale (Amtes der nationalen Weinmarke) für Luxemburgs Weine.

Das Panorama der Stadt wird von Weingärten und dichten Wäldern bestimmt, welche Remich wie ein Amphitheater umgeben.

Am Ufer der Mosel lädt eine drei Kilometer lange Promenade, die schon erwähnte »Esplanade« dazu ein, die vorüber fahrenden Lastkähne und Jachten zu beobachten. Dort steht auch der »Bacchus-Brunnen« des luxemburgischen Künstlers Wil Lofy.

Diese Esplanade ist auch Grund für die Bezeichnung Remich´s als »Luxemburger Rivièra«. Diese Bezeichnung rührt weniger von den Sommertemperaturen her, vielmehr kommt sie von der Vorliebe der Luxemburger für Urlaub an der französischen Rivièra und von den vielen Café's, Bistro's und Eiscafé's entlang der Uferpromenade, welche mit ihrem französisch angehauchten Flair an diese Region im Süden Frankreichs erinnert.

Hier befinden sich auch die Schiffsanlegestellen der luxemburgischen Moselschifffahrt, welche zu Rundfahrten und auch »Dîner-Fahrten« einladen, auf welchem man bei einem mehrgängigen Menü die Mosel mit ihren sanften Weinbergen beiderseits an sich vorüberziehen lassen kann.

An Aschermittwoch wird ein besonderer Brauch begangen: Mit dem Verbrennen einer Strohpuppe auf der Moselbrücke, durch die der Ort mit dem deutschen Ufer verbunden ist, wird die Fastnacht beendet.

Nach dem ursprünglichen Brauch sollen die Flammen die bösen Geister der Winterzeit vertreiben und den Frühling willkommen heißen. Die Strohpuppe heißt »Stréimännchen«. In Schaltjahren wird ein »Stréifrächen« (Strohfrauchen) verbrannt.              

Remich bietet zahlreiche Sportmöglichkeiten: Angeln, Segeln und Windsurfen oder Wasserski, Tennis, Minigolf und Reitsport. Ebenfalls im Ort vorhanden sind ein Schwimmbad, im Winter sogar eine »Open-Air« Eislaufbahn auf dem großen Platz mit Pavillon gegenüber der Uferpromenade.                

Schöne Spazierwege, Rund- und Radwanderwege, vor allem entlang der Mosel, bieten dem sportlich ambitionierten Besucher viel Abwechselung.